Dieser Text beschreibt Agilolfinger. Der untere Text beinhaltet die Agilolfinger Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Agilolfinger Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Agilolfinger fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Agilolfinger möglichst ausführlich zu halten.
Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Agilolfinger Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Agilolfinger beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Agilolfinger. Fragen zu dem Thema Agilolfinger können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.
Agilolfinger ArtikelDie Agilolfinger waren ein frühmittelalterliches Adelsgeschlecht, das von der Mitte des 6. Jahrhunderts bis 788 die Herzogswürde in Bayern innehatte.
Ihre Herkunft ist umstritten (bayrische, burgundische, langobardische Herkunft wird erwogen). Schon in dem 6. Jahrhundert zeigt sich eine enge Versippung der Agilolfinger mit Königsfamilien, z.B. gab es enge Familienallianzen zwischen Herzögen von Bayern und dem langobardischen Königshaus. Die Agilolfingerin Theudelinde (†625; Enkelin des Langobarden-Königs Wacho ), verheiratet mit König Authari , dann mit König Agilulf (von dem die Agilolfinger wohl ihren Geschlechtsnamen ableiteten), hatte in dem Langobardenreich eine mächtige Stellung. Ihr Bruder, Gundoald , wurde Herzog von Asti, dessen Nachkommen 652 - 712 langobardische Könige waren.
Neben diese langobardische Politik tritt eine frühe SO-Alpenpolitik gegen Slawen, Bulgaren, dann Awaren, die vom fränkischen Königtum mitbestimmt wurde.
624 kommt ein Agilolfinger, der austrasische Große Chrodoald , in Konflikt mit Bischof Arnulf von Metz und Pippin dem Älteren. Dieser Konflikt mit den karolingischen Hausmeiern und späteren Königen bestimmt besonders die Geschichte der Agilolfinger in dem 8. Jahrhundert. Seit Herzog Theodo (ca. 680 - ungefähr 716) wird die Politik der bayerischen Agilolfinger besonders sichtbar: enge Verwandtschaftsbande zu den langobardischen Königen, zu dem Alamannen-Herzog Gottfried, wohl auch zu den thüringisch-fränkischen Herzögen. Diese Herzöge östlich des Rheins standen in Opposition zu den aufsteigenden Karolingern, betonten aber ihre Reichstreue gegenüber den schwachen Merowingern, wobei politisch wichtig war, dass die Sippe der Agilolfinger in dem 8. Jahrhundert mit Bayern und Alemannien zwei Dukate in dem Alpen- und Voralpenraum in ihrer Herrschaft hatte (Paßstraßen). Herzog Theodo plante (besonders in Abwehr karolingischer Einflußnahme) eine auf Rom orientierte bayerische Landeskirche mit Bischofssitzen an seinen Pfalzorten (Hauptpfalz: Regensburg). Er teilte seine Herrschaft unter seine Söhne auf, wie die Merowinger-Könige. Als 725 der Hausmeier Karl Martell in Bayern einbrach und die Familie des Teilherzogs Hugbert ausrottete, gleichzeitig sich mit der Agilolfingerin Swanahilt vermählte, waren die Agilolfinger bereits mit den Hausmeiern verschwägert. Der den alamannischen Agilolfingern entstammende bayerische Herzog Odilo setzte - offenbar mit Hilfe Swanahilts - die Politik Theodos systematisch fort und realisierte 739 die bayerische Diözesanteilung, wurde aber 743 von seinen Schwägern Pippin und Karlmann empfindlich geschlagen. Sein Sohn Tassilo III. versuchte trotz starker vertraglicher Bindungen an die Karolinger noch einmal "klassische" Agilolfinger-Politik zu treiben, mußte sich aber schließlich seinem Vetter, König Karl dem Großen, 788 unterwerfen, der die Überlebenden der Dynastie in das Kloster schickte und das Herzogtum aufhob.
Liste der Herzöge aus dem Geschlecht der Agilolfinger:
- Garibald I. 553 - 591
- Tassilo I. 591 - um 610
- Garibald II. 610 - um 630
- Theodo I. - 680
- Landbert 680 -
- Theodo II. ungefähr 680 - ca.716
- Theudebald - um 719
- Tassilo II. - um 719
- Theudebert 711 - um 719
- Grimoald - 728
- Hukbert 716 - 736
- Odilo 736 - 748
- Tassilo III. 748 - 787
|
- Sepp, B.: Die bayerischen Herzöge aus dem Geschlecht der Agilulfinger, Oberbayer. Archiv 50,1897
- Zöllner, E.: Die Herkunft der Agilulfinger, Zur Gesch. der Bayern, 1965
- Goez, W.: Über die Anfänge der Agilulfinger, Jb. für frk. Landesforsch. 34/35, 1975,145ff.
|
Weiteres zu dem Artikel Agilolfinger | | Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Bayern, Familie, Hausmeier, Herkunft, Jahrhundert, Karlmann, Martell, Nachkommen, Odilo, Opposition, Politik, Sippe | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Agilolfinger' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Agilolfinger Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Agilolfinger' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Agilolfinger' und 'Agilolfinger' Definition sehr dankbar.
Alle Tipps zu den Bücher auf dieser Seite wurden automatisch generiert. D.h. die Bücher wurden aus einer Datenbank von dem Computer ausgesucht. Deshalb kann es vorkommen, dass vorgeschlagene Bücher nicht ganz der 'Agilolfinger' Beschreibung entsprechen.
|
|
|